5. Tipp: Arbeiten Sie in Ihrer variablen Vertriebsvergütung mit differenzierten Zielen
Die klassische variable Vergütung ist stets davon ausgegangen, dass es genügt, den Umsatz zu vergüten, der erwirtschaftet wird. Die heutige wirtschaftliche Umwelt ist allerdings viel zu komplex geworden, um damit auf Dauer in diesen Formen noch erfolgreich sein zu können. Es kommt darauf an, die Vertriebsmitarbeiter differenziert in eine Vielzahl der Ziele einzubinden, die genau das wiederspiegeln, was das Unternehmen braucht. Deshalb tauchen in einer modernen variablen Vertriebsvergütung Deckungsbeiträge auf, es werden Ziele zum Ausbau bestimmter Kunden angesetzt, ebenso Ziele zum Ausbau bestimmter Produkte usw.
Das Unternehmen benötigt z.B. Wachstum über Neukunden oder es möchte bestimmte Strategie-Kunden ausbauen; es möchte evtl. durch neue Produkte in andere Marktsegmente, Branchen oder Zielgruppen eindringen. Wenn dies in der Performance des Mitarbeiters umgesetzt werden soll, sollte dieses Ziel in die variable Vergütung aufgenommen werden.
Ein ganz anderer Aspekt sind Aktivitäten, die erbracht werden müssen, um den mittel- und langfristigen Erfolg sicherzustellen. Man könnte dies als Grundlagenarbeit bezeichnen, zu der beispielsweise Maßnahmen zur Kundenbindung, Angebotsverfolgung oder Besuche bei Absatzmittlern gehören.

Fünf bis sechs Ziele sind in der modernen variablen Vertriebsvergütung relativ üblich. Die notwendigen Zahlen sind erfahrungsgemäß in den Unternehmen vorhanden, denn es sollen nur wichtige Aspekte in die variable Vergütung und somit in die Boni eingehen. Dabei müssen nicht alle Ziele messbar sein. Den Kern einer gut gemachten variablen Vertriebsvergütung bilden sicherlich die quantitativen Ziele. Beispiele sind Deckungsbeiträge, Umsätze, Kundenziele, Produktziele, Aktivitätenziele usw.
Variable Vergütungssysteme integrieren darüber hinaus Projektziele, in die die Mitarbeiter eingebunden werden. Dabei geht es in erster Linie um Weichenstellungen für die Erfolge der nachfolgenden Jahre. Man erkennt also, dass sich die moderne variable Vergütung durchaus für „weiche“ Kriterien öffnet, die nicht mehr einfach messbar sind. Dem liegt folgender Gedanke zugrunde: Was man bezüglich der variablen Vergütung entlohnt, muss für das Unternehmen wichtig sein und es voranbringen.
Sehr gut verständlich beschrieben ein bisschen langatmig ,aber dafür bis auf den Grund behandelt.
super beschrieben, kann zahlreiche Ideen hieraus auch für uns mitnehmen,
danke